another journey...

Vanuatu

Man könnte ja meinen, dass es kaum grosse unterschiede geben kann zwischen ein paar insel ländern im süd pazifik. Auf den ersten blick gibt es auch nur wenige. Fast alle trinken kava, die zeit hat ein eigenes tempo, die menschen sind dunkelhäutig und sehr herzlich, leben in dörfern mit chiefs und stammes hierarchien und essen mehr oder weniger das selbe. Wurzelgemüse, fisch, kokosnüsse und reis. Auf den zweiten blick nimmt vanuatu bereits sehr spezielle formen an. Es sieht aus wie ein drittweltland (ähnlich wie madagaskar und nordindonesien) mit preisen wie an der zürcher bahnhofstrasse....wassss? Kreditkartenzahlungen werden mit bis zu 10% zusätzlich belastet, 40min flüge im 2-motorer sind um 300chf p.p, und benzin schlägt mit rund 4chf/l zu buche. Wer in ökonomie aufgepasst hat, darf sich gerne die restlichen infrastrukturkosten ausmalen.

 

Wir werden aber dafür sehr stark belohnt mit einmaligen erlebnissen, vielen herzlichen unterhaltungen mit eingeborenen, einzigartigen naturspektakeln und purem inselfeeling

 

Wir landen in port vila, der hauptstadt vanuatus, und fliegen 4h später, nach einem kurzen stadtrundgang, weiter nach tana. (als capt. Cook auf die insel kam, zeigte er auf den boden und fragte die einheimischen wie die insel heisst, da er auf den boden zeigte bekam er als antwort "tana" was soviel bedeutet wie boden oder erde, und so wird die insel noch heute genannt). Tana ist die insel mit dem aktiven vulkan mt. Yasur, der hauptgrund unseres besuchs in tana. 

 

Am vormittag besuchen wir ein einheimisches dorf und erfahren wie die ni-vanuatu noch heute jagen, fischen, leben und traditionen pflegen. Am nachmittag machen wir uns auf den weg zum vulkan. Die "strassen" (oder besser "von bäumen befreite sumpfpfade") machen die 37km lange reise zu einer 2,5h tortur. Der anblick des vulkans ist gigantisch. Wir werden irgendwann noch bilder hochladen, um dem erlebniss einen umriss zu geben. Der vulkan ist an diesem tag auf stufe 2, die höchste zur besichtigung erlaubte stufe, und selbst dann, schluckt man mehrmals leer, wenn lava fetzen durch die luft fliegen, und der guide uns ermahnt "nicht losrennen wenn lava ins unsere richtung fliegt, sondern schauen wo sie aufschlagen wird"...naja :-) ebenfalls auf dem vulkan gibt es einen briefkasten wo wir den ersten teil der postkarten versenden :-)

 

Am letzten tag auf tana besichtigen wir den grössten banyan baum der welt (60m hoch, 180m durchmesser) welchen wir auf einem fussmarsch von 2x 4km durch dörfer und urwald erreichen. 

 

Am nächsten tag fliegen wir zurück nach port vila (der weiter flug nach espiritu santo ist leider erst am tag darauf wieder verfügbar) besuchen die hideaway island, wo wir in an einem unterwasser postschalter die zweite hälfte der postkarten versenden. Leider machen die kreuzfahrttouristen das erlebniss etwas schwerfällig, auf der anderen seite sind diese touristen auch immer wieder sehr lustig zu beobachten wenn sie die 50m zum strand bereits mit taucherbrille und flossen runter watscheln (fehlt nur noch dass sie bereits durch den schnorchel atmen x-) )

 

Am nächsten tag fliegen wir weiter nach santo, dem mekka für wrack taucher (wenns interessiert der googelt mal nach president coolidge dive santo). Die pläne werden aber von einem weiteren kreuzfahrtschiff durchkreuzt...(??) da keine autos und scooters mehr zum mieten verfügbar sind. So sind wir gezwungen per autostop einige erkundungen auf der insel zu machen, da auch die tauchgänge ausgebucht sind. 

 

Heute wars dann soweit und ich durfte mein erstes richtiges wrack betauchen, die ss president coolidge, welche als passagierschiff im 2. Weltkrieg in ein  us-truppenschiff umfunktioniert wurde, und wegen fehlkommunikation in die eigenen wassermienen fuhr und knapp 50m vom strand entfernt sank. Das schiff liegt in einer tiefe von 21-67m. Alte gewehre und helme sind ebenso zahlreich vorhanden wie korallen, fische und krebse. Kurz: weltklasse tauchgang. Am nachmittag mieten wir ein kayak und padeln rund 1h durch wunderschönen urwald zu einem "blue hole".

 

Morgen gehts zurück nach port vila bevor wir dann via aukland und 4 tagen shanghai die rückreise antretten.

 

Liebe grüsse aus der insel santo

Kim u chrigu